Amazon SEO für besseres Ranking und mehr Verkäufe

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Amazon SEO vs. Google SEO

Der grundlegende Unterschied der beiden Online-Giganten ist, dass Google mit der Versteigerung von Werbeanzeigen sein Geld verdient, Amazon aber hauptsächlich mit dem Verkauf von Produkten. Dieser Unterschied spiegelt sich auch in den Suchalgorithmen wider. Wer sein Ranking in den Google-Suchergebnissen verbessern möchte, muss Content anbieten, der am besten zu der jeweiligen Suchanfrage passt und den Webseiten-Besucher zufriedenstellt. Wer sein Amazon Ranking optimieren will, muss Produkte anbieten, die Besucher zu zufriedenen Käufern machen.

Mit anderen Worten, alle Maßnahmen, die zu mehr Verkäufen führen, werden sich auch positiv auf das Amazon Ranking auswirken.

Amazon Ranking Optimierung – Wie funktioniert’s?

Produktbilder

Das Auge kauft mit. Auch eine umfangreiche Produktbeschreibung kann ein aussagekräftiges Produktbild nicht ersetzen. Um die bei Kunden beliebte Hover-Zoom-Funktion nutzen zu können, muss Produktbild eine Mindestauflösung von 1280 Pixel auf der Längsseite aufweisen. Auch wenn bei Produktbildern Qualität über Quantität geht, empfiehlt es sich, dem Kunden mehrere Bilder zur Verfügung zu stellen, um die Kaufentscheidung zu erleichtern. Besonders bei komplexeren Produkten kann Anzahl und Qualität der Bilder den Unterschied machen.

Produkttitel

Der Produkttitel entscheidet maßgeblich darüber, ob ein Produkt angeklickt wird oder nicht. Und da sind sich Amazon und Google einig: Was nicht angeklickt wird, ist nicht relevant. Der Produkttitel sollte also Informationen enthalten, die das Interesse des Suchenden wecken.

Ein für Amazon optimierter Produkttitel sollte weiterhin das Hauptkeyword und sekundäre Keywords enthalten. Wer also MP3-Player verkauft, sollte auch darüber nachdenken, verwandte Suchanfragen wie z. B. „Music-Player“ oder „Media-Player“ in seinen Titel zu integrieren. Hier empfiehlt sich eine umfangreiche Keyword-Recherche. Denn mit jedem zusätzlichen Keyword erhöht sich die Chance, neue Kunden zu gewinnen.

Ebenso suchen Kunden häufig nach bestimmten Marken und spezifischen Produktbezeichnungen. Daher sollte der Titel nach Möglichkeit auch Produktdetails wie Marke, Farbe, Größe, Speicherkapazität usw. enthalten. Dennoch sollte der Titel Sinn ergeben, da letztendlich Menschen auf das Angebot klicken und nicht Suchmaschinen.

Ein Beispiel für einen gut optimierten Produkttitel könnte wie folgt lauten:

Sony NWZ-E383 MP3-Player Tragbarer Media-Player mit 8GB Speicher inkl. Kopfhörer, Leichter Music-Player für perfekten Hörgenuss (schwarz)

Auch wenn Produkttitel dieser Art gegen die Amazon Richtlinien verstoßen, da die Titel eigentlich „nur den Produktnamen und keine beschreibenden Details enthalten“ dürfen, sieht die Realität in den Suchergebnissen anders aus. Letztendlich muss jeder selbst entscheiden, wie viele Informationen in den Titel aufgenommen werden.

Übertreiben sollte man es allerdings nicht. In den USA ist der Produkttitel bereits auf 200 Zeichen begrenzt worden. Titel, die mehr als die erlaubten 200 Zeichen enthalten, werden nicht mehr in den Suchergebnissen aufgeführt. Es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Regel auch auf amazon.de durchsetzen wird.

Stichpunktliste

Nachdem Titel und Bild den Käufer überzeugt haben, sich das Angebot genauer anzusehen, gilt es auf der Verkaufsseite den potenziellen Käufer davon zu überzeugen, dass er das richtige Produkt gefunden hat.

Die Stichpunkteliste, die sich auf der Produktseite neben dem Produktbild befindet, bietet die Möglichkeit, wichtige Keywords und relevante Artikelinformationen zu platzieren.

Im Optimalfall werden hier Keywords untergebracht, die im Produkttitel nicht verwendet wurden. Ebenso sollten hier weitere Produktdetails aufgeführt werden, die für die Kaufentscheidung des Kunden ausschlaggebend sein könnten.

Produktbeschreibung

Da der Suchalgorithmus Keywords in der Produktbeschreibung für das Ranking nicht berücksichtigt, hat man hier die Chance, mit einem fesselnden Text zu glänzen. Alle relevanten Informationen sollten gut strukturiert und übersichtlich dargestellt werden. Lange Fließtexte wirken eher abschreckend und können potenzielle Käufer vertreiben. Am besten wirken durch Zwischenüberschriften gegliederte kurze Texte mit hervorgehobenen Textstellen und Stichpunktlisten.

Allgemeine Schlüsselwörter

Im Seller Central können für jedes Produkt „Allgemeine Schlüsselwörter“ hinzugefügt werden, welche lediglich für die Suchmaschine relevant sind und vom Kunden nicht gesehen werden. Hierfür stehen fünf Felder zur Verfügung, die jeweils 50 Zeichen für die ermittelten Keywords bieten. Um die Schlüsselwortfelder optimal zu nutzen, sollten möglichst viele Keywords eingefügt werden.

Auf Anführungszeichen und Kommas kann verzichtet werden, Keywords werden durch Leerzeichen getrennt. Ebenso sind Füllwörter wie „für“ oder „mit“ unnötig und verringern nur die zur Verfügung stehende Zeichenzahl. Verschiedene Schreibweisen eines Suchbegriffs sind ebenso wenig nötig wie die Beachtung von Groß- und Kleinschreibung. Der Suchbegriff „MP3-Player“ deckt gleichzeitig die Begriffe „MP3Player“ und „MP3 Player“ ab sowie alle Groß- und Kleinschreibvarianten. Keywords, die bereits im Titel oder den Stichpunkten platziert wurden, müssen hier nicht wiederholt werden.

Preis

Amazon berücksichtigt nicht nur historische Daten (Verkaufszahlen), sondern versucht auch das zukünftige Verkaufspotenzial abzuschätzen. So können Angebote, deren Preis deutlich unter dem Durchschnitt der Kategorie liegen, besser ranken, obwohl Konkurrenzprodukte mehr und bessere Bewertungen haben, da ein geringer Preis in der Regel die Kaufwahrscheinlichkeit erhöht.

Kundenzufriedenheit

Zufriedene Käufer kommen wieder. Das weiß Amazon und achtet daher besonders auf die Bewertungen der Käufer. Wer sein Amazon Ranking verbessern will, sollte daher möglichst viele positive Kundenbewertungen vorzeigen können. Eine Vielzahl negativer Bewertungen verringert in der Regel die Konversionsrate und führen daher indirekt zu einem schlechteren Ranking. Sowohl Anzahl als auch Qualität der Bewertungen spielen für das Ranking eine wichtige Rolle. Ein Angebot, das weniger, dafür aber positivere Bewertungen hat, kann besser ranken als ein Produkt mit vielen, aber schlechteren Bewertungen.

Wer die Bewertungen (besonders die negativen) der Käufer ernst nimmt, kann in Erfahrung bringen, womit der Kunde unzufrieden war und erhält dadurch wertvollen Tipps, wie negative Bewertungen zukünftig vermieden werden können.

Fehlerhafte Produktbeschreibungen oder irreführende Bilder führen häufig zu negativen Bewertungen. Ebenso können sich häufig nichteingehaltene Lieferzeiten nachteilig auf die Zufriedenheit der Kunden auswirken.

Quelle: Onlinehaendler-news.de

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